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So vermeidet ihr Schachtelsätze

11.06.21 | Schreibtipps

Ich habe schon einen Beitrag über Bandwurmsätze veröffentlicht, heute will ich näher darauf eingehen, wie man solche Satzkonstruktionen, auch Schachtelsätze genannt, vermeidet.

Häufig lese ich solche Sätze:

Peter lief die Straße, auf der sehr viele Autos und Fahrräder fahren, entlang.

Irgendeinem Impuls folgend, denkt der Autor, er müsse den Einschub direkt nach dem Objekt unterbringen. Der Leser weiß sonst bestimmt nicht, wo die Autos fahren! Die Folge ist, dass das zusammengesetzte Verb „entlanglaufen“ durch neun Wörter getrennt und der Lesefluss zweimal unterbrochen wird.

Peter lief die Straße entlang, auf der sehr viele Autos und Fahrräder fahren.

Der Satz liest sich so flüssiger, und verständlich ist er immer noch! Weitere Beispiele sind fährt … weg; sieht … hin; riss sich … los.

Aber nicht nur zusammengesetzte Verben sollten nicht zu weit auseinanderstehen, das Gleiche gilt für Subjekt und Prädikat.

Der Mann, der einen Hut, einen Spazierstock und eine Zeitung, eingeklemmt unter seinem Arm, trug, rannte davon.

Hier trennen Subjekt und Prädikat 13 Wörter, viel zu viel. Doch wie können alle Informationen untergebracht werden? Wir schreiben einfach zwei Sätze!

Der Mann trug einen Hut, einen Spazierstock und eine Zeitung, die unter seinem Arm klemmte. Er rannte davon, als er den Polizisten sah.

Faustregeln

Welche Regeln werden hier beachtet?

  • Maximal ein Nebensatz
  • Keine eingeschobenen Nebensätze, wenn möglich
  • Subjekt und Prädikat möglichst nah beieinander
  • Subjekt und Prädikat möglichst weit vorne im Satz
  • Pro Satz ein Gedanke

Das sind alles Faustregeln, die man nicht immer einhalten kann. Aber ihr solltet euch stets bemühen, für den Leser zu schreiben. Sinn und Zweck eines Textes ist nicht, den Autor besonders klug erscheinen zu lassen, sondern den Leser zu informieren. Und besonders schlimm wird es, wenn der Schachtelsatz am Ende keinen Sinn ergibt, da der Verfasser selber längst den Überblick verloren hat!

Und natürlich gibt es Autoren, die dürfen Schachtelsätze schreiben. Denn was wäre der Zauberberg ohne diese? 

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Ich arbeite an Blogartikeln, Websites, Berichten und Publikationen, bei denen es nicht nur auf korrekte Rechtschreibung, sondern auf Struktur, Tonalität und Lesbarkeit ankommt. Mein Fokus: Texte, die ernst genommen werden und ihre Zielgruppe erreichen.

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